Du wünschst dir festliche Amaryllisblüten pünktlich zu Weihnachten? Dann ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um aktiv zu werden. Mit etwas Planung und ein paar einfachen Schritten kannst du dir diese winterlichen Schönheiten ganz einfach ins Haus holen.
Warum du Amaryllis jetzt pflanzen solltest
Die Amaryllis zählt zu den beliebtesten Winterblühern. Ihre großen, auffälligen Blüten bringen Farbe und Eleganz in dunkle Monate. Damit sie genau zur Weihnachtszeit blüht, musst du sie mindestens zwei Monate im Voraus pflanzen – also am besten Ende September bis spätestens Mitte Oktober.
Das brauchst du für die Pflanzung
Bevor es losgeht, stelle sicher, dass du alles zur Hand hast:
- 1 Tontopf mit ca. 30 cm Durchmesser
- Blähton oder Kies zur Drainage
- Blumenerde (gern gemischt mit Gartenerde)
- 2–3 Amarylliszwiebeln deiner Lieblingssorte
- Dekorative Moosauflage (optional)
So pflanzt du Amaryllis Schritt für Schritt
1. Drainageschicht einfüllen
Beginne mit einer etwa 1 cm dicken Schicht aus Kies oder Blähton am Boden des Topfes. So verhindert du Staunässe und schützt die Zwiebeln vor Fäulnis.
2. Zwiebeln setzen
Fülle den Topf mit Blumenerde und setze die Zwiebeln darauf. Wichtig: Nur die untere Hälfte der Zwiebel mit Erde bedecken, die obere Hälfte bleibt frei. Fülle rundherum Erde nach, bis die Zwiebeln stabil sitzen.
3. Moos als dekorative Abdeckung
Für ein hübsches Erscheinungsbild kannst du etwas Moos zwischen den Zwiebeln verteilen. Das schützt zusätzlich vor dem Austrocknen und sieht schön aus.
Standort und Pflege vor der Blüte
Der richtige Standort ist jetzt entscheidend. Stelle den Topf an einen hellen Platz – idealerweise nahe eines Fensters oder in der Nähe eines Heizkörpers. Wärme und Licht sind entscheidend.
Wichtig: Nicht sofort gießen! Warte, bis sich die ersten Blattspitzen zeigen. Erst dann gibst du etwa alle fünf Tage ein Glas Wasser hinzu. So regst du das Wachstum sanft an.
Wann blüht die Amaryllis?
Nach dem Pflanzen dauert es etwa acht Wochen, bis sich die ersten Blüten öffnen. Wer also Anfang Oktober pflanzt, darf sich pünktlich zur Weihnachtszeit freuen.
Sobald die Blütenstiele lang werden, kann es nötig sein, sie mit einem Stab zu stützen, damit sie nicht umknicken. Amaryllisblüten sind schwer, aber definitiv jede Mühe wert.
Und nach der Blüte?
Ist die Blüte vorbei, schneidest du den Blütenstiel bodennah ab. Die Blätter bleiben, da sie der Zwiebel Kraft zurückgeben. Gieße weiterhin, aber immer seltener. Sobald die Blätter gelb werden, stellst du das Gießen ein.
Lagere die Zwiebel dann an einem dunklen, trockenen Ort bei 15–18 °C – zum Beispiel im Keller oder in einem Schrank. Nach etwa zwei Monaten Ruhezeit ist sie bereit für eine neue Saison im Spätsommer.
Tipp: So wird’s besonders schön
Pflanze mehrere Sorten mit unterschiedlichen Blühzeiten in einem Topf. So verlängerst du die Blütezeit und hast über Wochen hinweg neue Highlights. Kombiniere klassische rote Sorten mit weißen oder roséfarbenen – der Effekt ist großartig!
Mit ein wenig Geduld und Sorgfalt wird deine Amaryllis zum festlichen Hingucker auf der Fensterbank – genau dann, wenn draußen alles grau ist. Also: Jetzt pflanzen und Weihnachten in voller Blüte genießen!




